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Kaminabend mit Margot Friedländer

Am 15. Februar 2017 luden die Freunde und Förderer des Canisius Kollegs ein zu einem Bibliotheksabend mit der Zeitzeugin Margot Friedländer. Margot Friedländer, geb. Bendheim, wurde 1921 in Berlin geboren. Ihre Familie starb im Vernichtungslager Auschwitz, sie selbst überlebte den zweiten Weltkrieg im Untergrund sowie im Konzentrationslager Theresienstadt. 1946 emigrierte Margot Friedländer mit ihrem Mann Adolf Friedländer in die USA, seit dem Jahre 2010 lebt Margot Friedländer wieder in Berlin.

 

Ihre Erinnerungen schildert Margot Friedländer in ihrer 2008 erschienenen Autobiographie „Versuche, dein Leben zu machen. Als Jüdin versteckt in Berlin“. Der Titel entspricht den letzten, an sie gerichteten Worten ihrer Mutter, die ihr diese, bereits auf dem Weg ins Konzentrationslager, als Vermächtnis hinterließ.

 

Bis heute besucht Margot Friedlander Schulen und Einrichtungen, um über ihr Leben unter der nationalsozialistischen Diktatur zu berichten. Im Jahre 2011 erhielt Margot Friedländer das Bundesverdienstkreuz am Bande, im Jahre 2016 erhielt sie den Verdienstorden des Landes Berlin.

 

Wir danken Frau Friedländer von Herzen für einen eindrucksvollen Abend, an dem sie im kleinen Kreis von Mitgliedern und SchülerInnen aus ihren Erinnerungen las und sich persönlichen Fragen stellte. Ihr und ihrer Generation Zeugnis von unserer furchtbaren Vergangenheit ist von so unschätzbarem Wert für nachfolgende Generationen - wir danken Frau Friedländer ganz herzlich dafür, dass sie sich das Wachhalten der Erinnerung zur Mission gemacht hat!

 

Für die Canisius-Kolleg Freunde und Förderer e.V.

Miriam Benert

(stellv. Vorsitzende)