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Die Historie des Vereins 

Gerd Warner über die Gründung des Vereins

Aus alten Unterlagen und meiner Erinnerung möchte ich über die Geschichte des Vereins der Freunde des Canisius-Kollegs e.V. folgendes berichten:

Zur Zeit der Gründung des Kollegs „Gymnasium am Lietzensee“ im Jahr 1925 gab es zunächst nur einen Elternbeirat, der aber schon im Jahre 1932 zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben beschloss, alle Freunde und Förderer in einer geschlossenen Gemeinschaft zusammenzubringen und einen Förderverein zu gründen. Nachdem am 31. Juli 1934 das Kolleg in die Reihe der staatlich anerkannten Anstalten aufgenommen wurde, konnte auch der „Verein der Förderer des Gymnasiums am Lietzensee e.V.“ in das Vereinsregister eingetragen werden. Nach damaliger Satzung wurde der Vorsitzende des Elternbeirates auch der 1. Vorsitzende des Vereins; es war vermutlich ein Rechtsanwalt Müller, der auch die Eintragung vorangetrieben hat. 

 
Weitere Vorstandsmitglieder wurden damals wohl aus Mitgliedern der „Schulgemeinde“, wie sich der Elternbeirat zu dieser Zeit zu nennen hatte, dem Vertreter der Lehrerschaft Oberlehrer Hugo Schmugge, dem Vertreter des Jesuiten-Kollegs Pater Rektor Theo Hoffmann SJ und Vertretern damaliger staatlicher Jugendorganisationen gewonnen.
 
Das Faksimile einer entsprechenden Mitteilung und der Satzung aus dem Heft „Unsere Schule“ 
Nr. 8 aus dem Herbst 1934 gibt hierüber ein gutes Zeugnis aus dieser Zeit.
 
 
Aus dem damaligen Wirken des Vereins sind nur wenige Ereignisse wie Schulferienfahrten oder bereits damals schon gemütliche Gesellschaftsabende in Erinnerung, denn schließlich war am 16. März 1940 aus politischen Gründen auch schon wieder der letzte Schultag des Kollegs. Dass der Förderverein damit auch unterging, ist zwar nicht mehr nachzuvollziehen, kann aber wohl unterstellt werden. 
 
Der Neuanfang des Vereins war dann, wie auch der Neuanfang des Kollegs, natürlich wieder mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Am 16. Dezember 1947 stellte der Stadtrat im Magistrat Groß Berlin, Valentin Kielinger, mit vier weiteren Persönlichkeiten beim Bezirksamt Tiergarten den Antrag, die Erlaubnis des Kommandanten des Britischen Sektors von Berlin zur Aufnahme der Tätigkeit des „Vereins der Freunde des Canisius-Kollegs“ herbeizuführen:
 
„Der Verein soll neu gegründet und ins Vereinsregister eingetragen werden. Er verfolgt den Zweck, das Canisius-Kolleg der Patres Societatis Jesu in W 35, Tiergartenstr. 30/31, das Träger des gleichnamigen humanistischen Gymnasiums ist, in seinen Bestrebungen und in seinem Wirken zu unterstützen. Die Unterstützung des Canisius-Kollegs soll durch geistige Zusammenarbeit im Sinne des christlich-humanistischem Bildungsideals, durch Beratung des Kollegs und durch Förderung der Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wirken des Kollegs erstrebt werden. Es werden nur ideelle Ziele verfolgt. Die Tätigkeit soll sich auf den britischen Sektor von Berlin beschränken. Die Versammlungen werden im Gebäude des Canisius-Kollegs abgehalten. Bekanntmachungen an die Bevölkerung durch Druckschriften oder sonstige Mittel werden nicht herausgegeben.. Filialen unterhält der Verein nicht.
Der Satzungsentwurf des geplanten Vereins ist in drei Ausfertigungen in deutscher und in zwei Ausfertigungen in englischer Sprache beigefügt. 
Die wirtschaftlichen Bedürfnisse des Vereins werden durch freiwillige Spenden bestritten, die nur im Gebäude des Canisius-Kollegs in Berlin W 35, Tiergartenstraße 30/31, entgegen-genommen werden. Beiträge werden von den Mitgliedern nicht erhoben.
Die unterzeichneten Gründer waren nicht Mitglieder der NSDAP oder ihrer Gliederungen. Ausgefüllte Fragebogen der Militärregierung sind beigefügt. Söhne aller unterzeichneter Gründer sind Schüler des genannten Gymnasiums.“
 
 
Das HQ Military Government British Troops Berlin 831 HQ CCG (BE) BAOR 2 erteilte die Erlaubnis am 18. November 1948, woraufhin am 13. Januar 1949 die Herren Aloys Timpe, Karl Sauer, Hermann Kunisch, Valentin Kielinger, Josef Willenbrink, Franz Dardin, Alfred Rojek, Dr. Heinrich Michaelsen und Otto Wolff offiziell den „Verein der Freunde des Canisius-Kollegs“ mit dem nachfolgenden Dokument gründeten:
 
„Die Unterzeichneten gründen hiermit den „Verein der Freunde des Canisius-Kollegs“. Der Zweck des Vereins soll in der Förderung der Bestrebungen und des Wirkens des Canisius-Kollegs der Patres Societatis Jesu bestehen. Die dieser Gründungsurkunde beigefügte Satzung, auf Grund deren die Britische Militärregierung in Berlin unter dem 18.11.1948 ihre Zustimmung zur Tätigkeit des Vereins erteilt hat, wird hiermit einstimmig angenommen. Die Unterzeichneten erklären, dass sie nach den geltenden Bestimmungen nicht belastet sind.
 
Zum Vorsitzenden des Vereins wird mit 8 Stimmen gegen 1 Stimme Herr Dr. Karl Sauer gewählt. Der Gewählte nimmt die Wahl an und übernimmt die Leitung der Versammlung. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wird Herr Prof. Dr. Aloys Timpe mit 8 Stimmen gegen 1 Stimme gewählt. Zum Geschäftsführer wird Herr Josef Willenbrink mit 8 Stimmen gegen 1 Stimme gewählt. Beide Herren nehmen die Wahl an. Die Wahl des Vorstandes gilt bis zur Neuwahl, die nach einem Jahre stattfinden soll. Der Vorstand wird einstimmig beauftragt, die Eintragung in das Vereinsregister zu beantragen und alle hierzu notwendigen Maßnahmen zu treffen. Zur Unterzeichnung der Versammlungsniederschriften werden der Vorsitzende und der Geschäftsführer, im Behinderungsfalle eines von ihnen der stellvertretenden Vorsitzende ermächtigt. Entsprechend der Bestimmung des Canisius-Kollegs soll auch das Wirken des Vereins unter dem Leitwort stehen: D e o  e t  p a t r i a e.
Berlin, den 13. Januar 1949.“
 
Die obigen Gegenstimmen stammten im Übrigen von den Gewählten; Enthaltungen kannte man damals nämlich noch nicht. Jedenfalls wurde der Verein in der beantragten Weise schließlich am 25. April 1949 unter dem Aktenzeichen 66 VR.224/Nz eingetragen. 
 
In der Folgezeit wuchs die Zahl der Mitglieder teilweise bis auf 100, einige davon leider jedoch sehr passiv. Lediglich der „Gesellschaftsabend“, später „Canisius-Ball“ (erstmals wieder im Januar 1950 in der Taberna der TU) war immer gut besucht.
 
Auf Grund der Intentionen des Nachkriegsgründers des Kollegs, Direktor P.Heinrich Klein SJ, sollte der Verein aber nicht hauptsächlich als Spendensammler, sondern als Berater und Beziehungspfleger dienen. Dabei hat er sich in den Fünfzigerjahren durchaus bewährt.
Die Mitgliedschaft von Schülereltern hingegen war wegen einer möglichen Einflussnahme nicht erwünscht. Die Spenden wurden eher durch Beziehungssponsoren, die bis in das bischöfliche Ordinariat reichten, direkt vermittelt. 
 
Die Satzung wurde in der Folgezeit mehrfach geändert und aktuellen Gegebenheiten angepasst. Seit 1995 konnte der Verein in einem erweiterten Kreis von Interessenten werben und dadurch mit einem höheren Beitrags- und Spendenaufkommen zu einer finanziellen Stütze des Kollegs werden.
Den Vorständen, die sich sehr selbstlos für die Förderung des Kollegs eingesetzt haben, kann nur besonderer Dank zukommen. Es ist ihnen im Interesse der Schule auch für die Zukunft viel Erfolg zu wünschen.
 
Gerd Warner

 

 

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